Faszination Autorennen und Motorsport
Egal auf wie viel Achsen, alles was auf Rädern, von Motoren und durch die Geschicklichkeit des Fahrers bewegt wird, kann sich an dieser Sportart beteiligen.
Neben dem allgemeinen Automobilsport zählen sowohl der Kartsport wie auch der Motorradsport und das Truck Racing zu dieser Sportart. Aber auch Traktorpulling, wo es mehr um Geschicklichkeit und Kraft als um Geschwindigkeit geht, gehört dazu und nicht zu vergessen sind die Wettbewerbe und Rennen mit Motorbooten.Nicht ganz einig ist sich die Motorsportgemeinde, ob man nun Wettrennen von Land- und Wasserfahrzeugen, die anstatt eines Verbrennungsmotors einen Raketen- oder Düsenantrieb besitzen, ebenfalls zum Motorsport zählen soll oder nicht.
Am bekanntesten im Motorsport sind wohl die Formel 1 Rennen im In- und Ausland. Bis vor kurzem noch ganz eindeutig und unumstritten vorne im Rennen der Rennen, ziehen sich nun in Zusammenhang mit wirtschaftlichen Erwägungen immer wieder Sponsoren zurück und auch die Kritik von Umweltschützern rückt im Zuge der Klimadiskussion nicht ganz zu unrecht immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit. Dennoch wird Formel 1 wohl weiterhin der Spitzenreiter im Motorrennsport bleiben.
Im Motorradsport sind neben den Rennen auf der Straße, in denen es hauptsächlich um die Geschwindigkeit geht auch die Geländefahrten sehr gefragt. Mit der Geländemaschine über Stock und Stein, da muss sowohl die Maschine als auch ihr Fahrer alles geben. Ralleys wie ehemals Paris - Dakar, das zuletzt wegen der vielen Kritiker nach Südamerika verlegt wurde, ziehen eine ganz eigene Fangemeinde an. Hier wird neben der starken Maschine und dem Geschick der Lenker auch das Durchhaltevermögen von beiden bis an die Grenzen des Möglichen ausgetestet.
Mit einer ähnlichen Idee begann im Jahre 1907 der Motorsport. "Im Automobil von Peking nach Paris" war die erste Ausschreibung eines Wettkampfes mit motorisierten Fahrzeugen und entsprang schon damals dem gemeinsamen Interesse an technischer wie an sportlicher Herausforderung.
Die unterschiedlichsten Rennsportserien haben ihre jeweils eigenen Fans, je nach Interessenlage. So unterscheiden sich die Interessengebiete der Liebhaber des Motorsports nicht nur nach der Zahl der Räder, sondern auch nach einzelnen Rennsportserien. Wem packende Zweikämpfe mehr zusagen als Formel 1 Rennen, wird sich fürs WTCC entscheiden. Die Freunde bestimmter Automarken sind den Markencups mehr zugeneigt, als beispielsweise Ralleys jenseits der Straße. Ob 24 Stunden Rennen oder Indycar-Serien, jede Sparte besitzt ihre eigene Gemeinde mit sehr viel Kenntnis und mit noch mehr Begeisterung.
Und ebenso kennt jede Abteilung des Motorrennsportes ihre eigenen Helden. Werden heute Namen wie Schumacher und Häkkinen hoch gehandelt, so waren es früher, wo neben Können und guter Technik noch vor allem Glück für das Überleben des Rennsportes wichtig waren, Rennfahrerlegenden wie beispielsweise Hans Hermann, der auch "Hans im Glück" genannt wurde oder der durch seine abenteuerliche Karriere bekannte Niki Lauda. Nicht jeder hatte dieses Glück und so hat die Rennfahrergemeinde auch ihre Opfer zu beklagen. So verunglückte schon1939 Richard Seaman beim Großen Preis von Belgien in Spa, einer der ersten Rennfahrer der Geschichte. Eine lange Liste folgte im Lauf der Jahre.
Dies tat aber der Begeisterung am Motorsport keinen Abbruch und so läutete im Jahr 2001 Jutta Kleinschmidt mit dem ersten Sieg einer Frau bei der Ralley Paris Dakar praktisch ein neues Zeitalter in der Geschichte des Motorsports ein.